Move on, Mom

Ich stehe vor dem Kühlregal im Supermarkt und nebenbei mache ich die typische Bewegung aller Mütter – Kinderwagen hin und her schieben, damit Baby ruhig bleibt und schläft.Vor und zurück. Vor und zurück. Vor und zurück… Vor und…  Moment mal. Wieso gucken mich hier eigentlich alle so komisch an?  Der Wagen, den ich da hin und herschiebe entpuppt sich beim genaueren Hingucken nicht als Kinderwagen, sondern als Einkaufswagen – ohne Baby! Ups. Ich bin ohne Baby einkaufen. Hilfe – was mache ich da? Biege dezent ab ins Süßigkeiten-Regal. Zwischen Milka-Herzen und Ferrero Rocher wundere ich mich kopfschüttelnd über mich selbst.

Kürzlich bin ich während eines Gesprächs mit wippenden Bewegungen von rechts nach links gehoppelt…. von rechts nach links… rechts nach li… bis ich am erstaunten Blick meines Gegenübers erkennen konnte, dass der sich fragt, was ich da eigentlich tue. Denn: Ich hatte gar kein Baby auf dem Arm, was geschaukelt werden musste.

Habe das Gefühl, dass Mamis ständig “in the groove” sind, sich laufend bewegen – schaukeln, wippen, wiegen. Egal ob mit Kind oder ohne. Offensichtlich geht einem das irgendwie ins Blut über. Jedenfalls glaube ich, dass ich mich noch nie zuvor in meinem Leben so viel bewegt habe.

Übrigens geht es Papis wohl gar nicht so viel anders. Mein Freund zum Beispiel klopft einem, seit unser Sohn da ist, immer herzhaft auf die Schulter bei jeder Umarmung. Sehr kumpelhaft. Das macht er inzwischen auch bei seiner Mutter und bei mir. Woher das kommt? Na, vom Baby-auf-den-Hintern-Klopfen zum Beruhigen. Ausserdem bekommt er auch diesen Knie-Wipper nicht mehr los. Man(n) darf gespannt sein, was sich zukünftig noch alles bewegt…

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